Zum Film

LUX – Krieger des Lichts ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auszieht, Gutes zu tun. Doch anstatt die Welt zu verändern, verändert sie ihn.


Ein Filmteam begleitet den Real Life Superhero LUX, hinter dem der schüchterne Niemand Torsten Kachel (Franz Rogowski) steckt, bei seinem alltäglichen Kampf für eine bessere Welt. Weil sich dessen soziales Engagement jedoch als recht unspektakulär entpuppt, findet Jan, der Regisseur, keinen Geldgeber für sein Projekt. Schließlich bekundet der Produzent Brandt Interesse, allerdings unter der Voraussetzung, dass Jan ihm sensationelleres Material liefert; denn wo Superheld drauf steht, muss auch Superheld drin sein.

Lux lässt sich nach kurzem Zögern von Jan dazu überreden, sich mehr auf die Bekämpfung von Kriminalität zu konzentrieren. In der Hoffnung so seinem Traum, ein Superheld zu sein, näher zu kommen, vernachlässigt Lux immer mehr sein soziales Engagement zu Gunsten der Verbrechensbekämpfung. Doch die vermeintlichen Heldentaten wollen sich nicht einstellen.

Erst als Torsten von der attraktiven Stripperin Kitty um Hilfe gebeten wird, scheint Lux’ Stunde endlich gekommen. Doch anstatt für sie zum Helden zu werden, findet er sich plötzlich als Täter wieder. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es scheint...

Ein humorvoller und berührender Film, der formal  immer wieder verblüfft und mit einer ungeahnten Wendung sein Publikum überrascht. Franz Rogowski spielt den "Helden" LUX mit einer außergewöhnlichen Präsenz und einer berührenden Melancholie.

 

Cast & Credits

Regie

DANIEL WILD

Darsteller

FRANZ ROGOWSKI, HEIKO PINKOWSKI, MANUEL HARDER, TILMAN STRAUSS, EVA WEISSENBORN, KRISTIN SUCKOW, ANNE HAUG und JAN HENRIK STAHLBERG.

Technische Daten

Deutschland 2017,

104 Minuten

 

 

Pressestimmen

Ein ergreifendes Drama um einen wahrhaft guten Menschen, der durchaus Fragen an unser Zusammenleben stellt. Tip Berlin

Mit dem formidablen Franz Rogowski als naivem und gutgläubigem Retter der Armen und Entrechteten in “Lux- Krieger des Lichts” konnte Daniel Wild punkten. Kameramann

Dem Regisseur gelingt es, eine moralische Geschichte ohne Moralinsäure zu erzählen, stattdessen mit sanftem Witz. Tagesspiegel

famoses, bitter-satirisches Debüt (...) Frankenpost

Festivals

Internationale Hofer Filmtage

Gewinner des Heinz-Badewitz-Preises

Jurybegründung: 

 „Regisseur Daniel Wild traut sich, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen, in der es um die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens geht. Und er entfernt sich damit weniger von diesem Genre, als man auf den ersten Blick meinen mag.

Thorsten ist schüchtern und ein Idealist. Er braucht für seine ganz kleinen, aber unglaublich sympathischen guten Taten eine Maske und eine erfundene Identität: LUX – KRIEGER DES LICHTS. Ihn selbst macht das – ganz im Sinne der Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel – zum geheimnisvollen Unbekannten. Für die Medien ist er spannend. Aber auf Dauer sind seine Heldentaten nicht spektakulär genug. Ein Filmteam, das seine Aktionen dokumentieren will, wird schleichend, aber konsequent zum Regisseur seines Alltags. Und Thorsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle.

Daniel Wild erzählt diese Geschichte mit inszenatorischer Sicherheit und einem bemerkenswerten Stilwillen, der auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing (sprich: Montage) machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann.“