Zum Film

LUX – Krieger des Lichts ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auszieht, Gutes zu tun. Doch anstatt die Welt zu verändern, verändert sie ihn.

Der schüchterne Endzwanziger Torsten Kachel (Franz Rogowski) lebt mit seiner Mutter (Eva Weißenborn) im Osten Berlins. In der Gestalt von „Lux – Krieger des Lichts“ versucht er, die Welt ein bisschen besser zu machen. Er verteilt regelmäßig Lebensmittel an Obdachlose und hilft auf seinen Streifzügen durch die Stadt, wo er kann. Ein Filmteam begleitet ihn dabei, um über das soziale Engagement des selbsternannten Real Life Superheros zu berichten. Weil sich das jedoch als recht unspektakulär entpuppt, findet Jan, der Regisseur (Tilman Strauss), keinen Geldgeber für sein Projekt. Schließlich bekundet der gierige Produzent Brandt (Heiko Pinkowski) Interesse, allerdings unter der Voraussetzung, dass Jan ihm sensationelleres Material liefert; denn wo Superheld drauf steht, muss auch Superheld drin sein.

Zögernd lässt sich Torsten von Jan dazu überreden, sich mehr auf die Bekämpfung von Kriminalität zu fokussieren. Zu Gunsten der Verbrecherjagd entfernt er sich dabei allerdings immer weiter von seinen ursprünglichen Zielen. Lux wird zum medialen Hype. Doch die vermeintlichen Heldentaten wollen sich nicht einstellen. Erst als Torsten von der Stripperin Kitty (Kristin Suckow) um Hilfe gebeten wird, scheint Lux’ Stunde endlich gekommen. Der vermeintlich große Moment erfährt jedoch eine unerwartete Wendung. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint.

 

Cast & Credits

Regie

DANIEL WILD

Darsteller

FRANZ ROGOWSKI, HEIKO PINKOWSKI, MANUEL HARDER, TILMAN STRAUSS, EVA WEISSENBORN, KRISTIN SUCKOW, ANNE HAUG und JAN HENRIK STAHLBERG.

Technische Daten

Deutschland 2017,

104 Minuten

 

 

Pressestimmen

Ein ergreifendes Drama um einen wahrhaft guten Menschen, der durchaus Fragen an unser Zusammenleben stellt. Tip Berlin

Mit dem formidablen Franz Rogowski als naivem und gutgläubigem Retter der Armen und Entrechteten in “Lux- Krieger des Lichts” konnte Daniel Wild punkten. Kameramann

Dem Regisseur gelingt es, eine moralische Geschichte ohne Moralinsäure zu erzählen, stattdessen mit sanftem Witz. Tagesspiegel

famoses, bitter-satirisches Debüt (...) Frankenpost

Festivals

Internationale Hofer Filmtage

Gewinner des Heinz-Badewitz-Preises

Jurybegründung: 

 „Regisseur Daniel Wild traut sich, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen, in der es um die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens geht. Und er entfernt sich damit weniger von diesem Genre, als man auf den ersten Blick meinen mag.

Thorsten ist schüchtern und ein Idealist. Er braucht für seine ganz kleinen, aber unglaublich sympathischen guten Taten eine Maske und eine erfundene Identität: LUX – KRIEGER DES LICHTS. Ihn selbst macht das – ganz im Sinne der Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel – zum geheimnisvollen Unbekannten. Für die Medien ist er spannend. Aber auf Dauer sind seine Heldentaten nicht spektakulär genug. Ein Filmteam, das seine Aktionen dokumentieren will, wird schleichend, aber konsequent zum Regisseur seines Alltags. Und Thorsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle.

Daniel Wild erzählt diese Geschichte mit inszenatorischer Sicherheit und einem bemerkenswerten Stilwillen, der auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing (sprich: Montage) machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann.“